Wolfgang Zehethofer - Masseur und soviel mehr
Vom Elektriker zum Triathleten und allseits beliebten Heilmasseur: Wolfgang Zehethofer im Gespräch mit Elisabeth Scheiblauer.
Lieber Wolfgang, wie ist es denn dazu gekommen, dass du Heilmasseur wurdest?
Eigentlich bin ich ja gelernter Elektriker. Durch meine Leidenschaft zum Tennis und Sport generell habe ich mir mit 26 Jahren mein erstes Mountainbike gekauft und bin damit ein Jahr später auf Initiative eines Freundes bei einem Duathlon mitgefahren. Alle anderen hatten dabei natürlich ein Rennrad, aber ich konnte trotzdem recht gut mithalten. Da schwang schon der erste Gedanke mit, doch auch einmal einen Triathlon zu versuchen. Als Asthmatiker ist mir allerdings schon als Kind das Schwimmen, und vor allem das Atmen dabei schwer gefallen. Ich wollte dann aber bewusst nochmal richtig schwimmen lernen und habe im Laufe der Jahre über 10 Triathlons, darunter den Halb Ironmen in St. Pölten 2010, absolviert.
Wow, das ist wirklich beeindruckend. Vor allem, wenn man weiß, welche Distanzen man hier zu bewältigen hat.
Ja, es war für mich sehr spannend, hier einen eigenen Trainer zu haben, diesem zu vertrauen. In vielen kleinen Schritten die körperlichen Grenzen zu erfahren. Zu sehen, was man mit der Atmung, mit der eigenen Ernährung bewirken kann. Irgendwann gab es dann aber diese eine Trainingsausfahrt mit dem Rad, die zu viel war. Ich war müde und leer und auch die Arbeit hat mir keinen Spaß mehr gemacht. Eine gute Freundin hat mich dann ermutigt, aus mir herausgekitzelt, grundsätzlich etwas an meinem Leben zu ändern.
Ist deine Wahl gleich darauf gefallen, Heilmasseur zu werden?
Durch die Triathlons habe ich viele Kontakte gesammelt. Physiotherapie hat mich sehr interessiert, der gesamte Muskelapparat. Ich habe mir dann ein Buch gekauft, davon aber kaum etwas verstanden, weil so viel auf Latein war.
Während Corona hast du dann deine Ausbildung gemacht.
Das war natürlich in einer herausfordernden Zeit. Von einem Tag auf den anderen gab es keine Praktikumsplätze mehr. Nach der Ausbildung habe ich eine Freundin, die Marathon-Läuferin war, in die Schweiz begleitet und täglich massiert. Ich konnte hier viele Techniken aus meiner Ausbildung einfließen lassen und mit meiner Behandlung tatsächlich einen Unterschied machen. Das war eine tolle Erfahrung.
Die du jetzt auch im Hotel einbringen kannst. Du bekommst ja regelmäßig sehr schönes Feedback.
Ja, die letzten 3 Jahre haben mir gezeigt, dass hier das Zuhören vor und während einer Behandlung wesentlich ist. Ich möchte hier immer auf die Wünsche der Gäste eingehen. Gibt es wo ein Problem, ein Thema? Jeder erzählt seine Sache anders. Du drückst dann oben einen Punkt und der Körper reagiert an einer ganz anderen Stelle. Jeder und jedem tut etwas anderes gut. Weil mir die Gäste dieses und jenes erzählen, kann ich aus meiner eigenen Lebensgeschichte berichten und vielleicht passt es dann in die eigene Geschichte rein. Ich konnte zum Beispiel mein ganzes Leben lang nicht durch die Nase atmen. Nach 6 Monaten ohne Milchprodukte war auf einmal meine Nase frei. Für jede und jeden kann etwas anderes genau das Richtige im Leben sein.
Das klingt wirklich schön. Ich darf auch verraten, dass du uns öfters mit deinem Wissen aus Heizungstechnik und Technik generell in unserem großen Haus weiterhilfst.
In den Lücken, die manchmal zwischen den Massagen entstehen, unterstütze ich gerne, wo jemand gebraucht wird. Es ist eine tolle Zusammenarbeit mit Hannes und Paul, den anderen Hausmeistern, auch mit Service-Leiter Dietmar. Öfters, wenn es ein technisches Problem gibt, braucht es einfach mehrere Herangehensweisen. Wir ergänzen uns hier wunderbar und konnten in den letzten Jahren schon einiges gemeinsam im Haus reparieren. Es macht mir auch Spaß, zum Thema Technik im Kopf frisch zu bleiben.
Was hilft dir, um deine Ruhe, die du ausstrahlst, zu bewahren?
Nach langen Tagen mit vielen Massagen gehe ich gerne in den Wald, lege mich in eine Wiese. Ich trinke auch seit Jahren wenig Alkohol, um genug Energie zu haben.
Lieber Wolfgang, vielen Dank, dass du das alles mit uns teilst. Wir sind sehr, sehr froh, dich in unserem Team zu haben. Und aus eigener Erfahrung kann ich deine Massagen wärmstens empfehlen!
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Fotocredits: Doris Schwarz-König